Queere (Un-)Sichtbarkeiten von Yener Bayramoglu | Die Geschichte der queeren Repräsentationen in der türkischen und deutschen Boulevardpresse | ISBN 9783837642971
Adrian Lehne, Jahrbuch Sexualitäten 2020: Yener Bayramoglu ist eine bemerkenswerte Studie gelungen.
Claire Horst, neues deutschland, 13./14.04.2019: Was Yener Bayramolu herausgefunden hat, ist ernüchternd, indem er zeigt, wie resilient die Macht der Heteronormativität sein kann. Ermutigend ist seine Studie, weil sie auch deren Brüche und Verletzlichkeit aufzeigt und denjenigen Stimmen Macht zuspricht, die diese Brüche nutzen.
Ulrike Roth, Feministische Studien, 1 (2019): Insbesondere für die Gender und Queer Media Studies handelt es sich [...] um ein wichtiges Buch, an das hoffentlich weitere ähnlich differenzierte Diskurs- und Medienanalysen anknüpfen.
Queere (Un-)Sichtbarkeiten
Die Geschichte der queeren Repräsentationen in der türkischen und deutschen Boulevardpresse
Verhilft die Boulevardpresse queeren Deutungen zur Repräsentation in der dominanzgesellschaftlichen Kultur? Am Beispiel von »Bild« und »Hürriyet« zeigt Yener Bayramoglu, wie boulevardjournalistische Versuche, normabweichende sexuelle Subjekte zu skandalisieren, queere Positionen sichtbar machen. Durch seine historisch-komparative Analyse verliert die oft wiederholte Dichotomie von Okzident und Orient ihre Bedeutung: Während eine Pluralität von queeren Repräsentationen in der »Hürriyet« offen zu beobachten ist, ist der deutsche Kontext von falschen Repräsentationen, verzerrten Stimmen sowie großen Lücken auf Grund von Nicht-Repräsentation gekennzeichnet.