Inschriften von Didyma von Wolfgang Günther | Supplement unter Mitwirkung von Rudolf Haensch | ISBN 9783752007237

Inschriften von Didyma

Supplement unter Mitwirkung von Rudolf Haensch

von Wolfgang Günther und Rudolf Haensch, herausgegeben von Helga Bumke
Mitwirkende
Herausgegeben vonHelga Bumke
Autor / AutorinWolfgang Günther
Autor / AutorinRudolf Haensch
Buchcover Inschriften von Didyma | Wolfgang Günther | EAN 9783752007237 | ISBN 3-7520-0723-0 | ISBN 978-3-7520-0723-7
Inhaltsverzeichnis - Supplement / Wolfgang Günther unter Mitwirkung von Rudolf Haensch

Inschriften von Didyma

Supplement unter Mitwirkung von Rudolf Haensch

von Wolfgang Günther und Rudolf Haensch, herausgegeben von Helga Bumke
Mitwirkende
Herausgegeben vonHelga Bumke
Autor / AutorinWolfgang Günther
Autor / AutorinRudolf Haensch
In diesem Band werden rund 300 Inschriften vorgelegt, die teils Inedita der bis 1925 durchgeführten preußischen Ausgrabungen, zum weitaus größeren Teil aber Neufunde der seit 1962 wiederaufgenommenen Grabungsaktivitäten sind. Sie umfassen im Wesentlichen einen Zeitraum von einem Jahrtausend, vom 6. Jh. v. Chr. bis zum 6. Jh. n. Chr. (unterbrochen durch eine Lücke von ca. 170 Jahren, die nach der Zerstörung des Heiligtums im Ionischen Aufstand 494 v. Chr. bis zu seiner Renaissance in der Alexanderzeit eintrat). Das neue, insbesondere die hellenistische Epoche und die römische Kaiserzeit dokumentierende Material ist nicht nur ein quantitativer, sondern auch qualitativer Zuwachs zu den bislang schon im Corpus von Albert Rehm (1958) erfassten Didyma-Inschriften. So enthalten die Bauberichte für die Bauforschung neue, detaillierte Informationen über den Stand der Arbeiten am Apollontempel im frühen 2. Jh. v. Chr.; die Orakelinschriften geben für die Religionsgeschichte Hinweise über die zunehmende Tendenz des Heiligtums, als Heimstätte auch anderer Kulte zu einem Pantheon zu werden. Die zahlreichen Denkmäler schließlich, welche die Repräsentanten des Apollon- und Artemiskults, die Propheten und Hydrophoren, als Selbstzeugnisse errichteten, zeichnen ein konturiertes Bild der milesischen Elite und ihrer Vernetzung. Am Ende der langen Tradition und dem Versiegen der epigraphischen Überlieferung steht eine Rechtsurkunde aus der Zeit Iustinians, die in ihrer einzigartigen Erhaltung und Schriftvisualisierung geradezu als Königin der spätantiken Epigraphik gelten kann.