Der Esslinger Botanische Reiseverein 1825-1845 von Arno Wörz | Eine Aktiengesellschaft zur Durchführung naturkundlicher Sammelreisen | ISBN 9783832542115

Der Esslinger Botanische Reiseverein 1825-1845

Eine Aktiengesellschaft zur Durchführung naturkundlicher Sammelreisen

von Arno Wörz
Buchcover Der Esslinger Botanische Reiseverein 1825-1845 | Arno Wörz | EAN 9783832542115 | ISBN 3-8325-4211-6 | ISBN 978-3-8325-4211-5

Der Esslinger Botanische Reiseverein 1825-1845

Eine Aktiengesellschaft zur Durchführung naturkundlicher Sammelreisen

von Arno Wörz
Der Esslinger Botanische Reiseverein wurde im Jahr 1825 von dem Arzt Ernst Gottlieb Steudel und dem Pfarrer Christian Ferdinand Hochstetter mit dem Ziel gegründet, naturkundliches Material, insbesondere Herbarbelege, aus aller Welt zu sammeln und zu verteilen. Sie wollten damit erreichen, dass „Naturgegenstände“ nicht nur Adligen und Reichen, sondern jedem Interessenten zugänglich sind. Daneben spielten aber auch wissenschaftliche Neugier und Erkenntnisdrang der beiden Intitiatoren eine große Rolle. Dieser Reiseverein war als Aktiengesellschaft organisiert und mit den Geldeinlagen wurden teils junge Botaniker zu Sammelreisen ausgeschickt, teils bereits vorhandene Sammlungen aufgekauft und an die „Aktionäre“ verteilt. So bereiste z. B. Johann Gottlob Kurr Norwegen, Phillip Anton Christoph Endres sammelte in drei aufeinanderfolgenden Jahren in den Pyrenäen, Rudolf Friedrich Hohenacker sendete Material aus dem Kaukasus und Georg Wilhelm Schimper unternahm eine dramatische Reise nach Ägypten, Arabien und Abessinien, wo er schließlich blieb und in hohem Alter starb. Das Material des Reisevereins befindet sich heute in fast allen größeren und älteren Herbarsammlungen. Es war die Grundlage für viele Erstbeschreibungen von zahlreichen Pflanzenarten und ist bis heute für die Wissenschaft relevant. Die vorliegende Publikation befasst sich mit der Gründung des Reisevereins, der Organisation und Durchführung der Reisen und schließlich mit den Ursachen für sein Scheitern um 1845. Unveröffentlichtes Archivmaterial, vor allem Briefe, erbrachten eine Reihe neuer Erkenntnisse zu den Reisen und insbesondere zum Ende des Reisevereins.