Bolero der Chevalerie von Pedro Shimose | ISBN 9783927648081

Bolero der Chevalerie

von Pedro Shimose, aus dem Spanischen übersetzt von Tobias Burghardt
Mitwirkende
Autor / AutorinPedro Shimose
Nachwort vonJorge Rodríguez Padrón
Übersetzt vonTobias Burghardt
Buchcover Bolero der Chevalerie | Pedro Shimose | EAN 9783927648081 | ISBN 3-927648-08-6 | ISBN 978-3-927648-08-1

Bolero der Chevalerie

von Pedro Shimose, aus dem Spanischen übersetzt von Tobias Burghardt
Mitwirkende
Autor / AutorinPedro Shimose
Nachwort vonJorge Rodríguez Padrón
Übersetzt vonTobias Burghardt
PEDRO SHIMOSE wurde 1940 im bolivianischen Riberalta am Río Beni im tropischen Tiefland geboren. Seine Wurzeln sind indigener, europäischer und japanischer Herkunft. Seit Anfang der 1970er Jahre lebt er in Madrid.
Der bolivianische Dichter, Essayist, Erzähler, Literaturwissenschaftler und Journalist wurde 1999 mit dem Kulturpreis Boliviens für sein vielseitiges schriftstellerisches Werk geehrt. Pedro Shimose gehört mit José Emilio Pacheco, Gustavo Pereira, Juan Manuel Roca, Alberto Szpunberg, Homero Aridjis, Enrique Fierro und Henry Luque Muñoz, um nur einige wenige, aber wesentliche Namen zu nennen, zu den herausragenden lateinamerikanischen Dichtern seiner Generation.
Stimmen
Pedro Shimose
Im amazonischen Tiefland der Geschichtenerzähler verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Sein Vater war aus Asien als Eisenbahnpionier in den peruanischen Westen ausgewandert, gründete schießlich eine Familie in den bolivianischen Tropen und ließ sich als Bauer in jener fruchtbaren Region von Riberalta am Zusammenfluss des Río Beni und Madre de Dios nieder. Die weitverzweigten familiären Wurzeln des Dichters sind indigen-europäisch-japanischer Herkunft. Er studierte und arbeitete an der Universidad San Andrés der bolivianischen Hauptstadt La Paz zu den bewegten Zeiten CHE Guevaras und machte sich als engagierter Autor, erfolgreicher Liedtexter und leidenschaftlicher Feuilletonist einen guten Namen.
Ein blutiger Militärputsch zwang ihn – wie etliche andere Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller Boliviens – ins politische Exil. Er ging Anfang der 1970er Jahre nach Madrid, wo er seine andalusische Frau Rosario kennenlernte und heiratete, sein Studium an der Universidad Complutense abschloss, am Institut für Iberoamerikanischen Kooperation ICI über Jahrzehnte arbeitete und auch heute weiterhin lebt. Seit den 1990er Jahren konnte er sein entferntes Land wieder regelmäßig besuchen und dort erneut Bücher und Zeitungskolumnen veröffentlichen.
Der Dichter, Essayist, Erzähler, Literaturwissenschaftler und Journalist wurde 1972 mit dem kubanischen Poesiepreis CASA DE LAS AMÉRICAS und 1999 mit dem Kulturpreis Boliviens für sein vielseitiges schriftstellerisches Werk geehrt.
Auf dem Umschlag seiner “Maquiavelischen Überlegungen” befindet sich eine treffliche “Einleitung zur Sache”: “Dieses Gedicht / ist Teil eines Buches, / von dem 500 Exemplare / aufgelegt werden. // Von diesen 500 Exemplaren / werden 50 verschenkt, // davon / 5 gelesen, // von diesen / wird nur 1 / verstanden. // Die Mühe lohnt sich.”
Pedro Shimose kennt sich in Sachen Lyrik bestens aus und weiß, dass jene mühseligen Geschenke an die Aufmerksamen keineswegs den Mechanismen des Marktes gehorchen, da sie sich allein auf menschliche Werte beschränken, die unverkäuflich sind. Also lohnt sich die ganze Mühsal allemal. Er ist der erste bolivianische Dichter, von dem zwei Einzeltitel in englischer und deutscher Übersetzung vorliegen.
Pedro Shimose gehört zu den zeitgenössischen Hauptvertretern der bolivianischen Poesie im internationalen Kontext und wurde in zehn europäische Sprachen sowie ins Arabische und Japanisch übersetzt. Manchmal stellt er einzelne Begriffe und Sätze aus den indigenen Sprachen Aimara und Quechua in seine Verse, um den Ausdruck authentisch zu verorten.
Seine facettenreiche Poesie zeichnet sich durch feinsinnige Ironie aus, die zwischen tropischer Fabulierlust und andiner Wortkargheit hin- und herpendelt – und mittels derer die humanen Abgründe und auch manche Desillusionen der großen sozialen Utopien Lateinamerikas erträglicher werden.
Internationales Literaturfestival Bremen poetry ON THE ROAD