Die vergessenen Nachbarn | Juden auf dem Lande im östlichen Westfalen | ISBN 9783739513744

Die vergessenen Nachbarn

Juden auf dem Lande im östlichen Westfalen

bearbeitet von Stefan Baumeier und Heinrich Stiewe
Buchcover ISBN
1. Einwohner von Höxter 2. Besucher des Freilichtmuseums Detmold 3. Judenforscher 4. Bauforscher 5. Zeithistoriker 6. Landeshistoriker Westfalen

Die vergessenen Nachbarn

Juden auf dem Lande im östlichen Westfalen

bearbeitet von Stefan Baumeier und Heinrich Stiewe
Im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold soll das Haus Uhlmann aus Ovenhausen, eines der letzten erhaltenen jüdischen Wohn- und Geschäftshäuser Westfalens, an die Geschichte der jüdischen Landbevölkerung, aber auch an das lange nachbarschaftliche Zusammenleben zwischen Christen und Juden erinnern. Der zeitliche Rahmen des Buches wird von der »Biographie« des Hauses und seiner jüdischen Bewohner vorgegeben, die mit der Erbauung durch den »Schutzjuden« Bernd Soistmann 1803-1805 begann und mit der Deportation der Familie Uhlmann im Dezember 1941 endete. Ein besonders interessanter Aspekt ist der Zusammenhang zwischen dem Haus und der Novelle »Die Judenbuche« von Annette von Droste-Hülshoff – war doch der Erbauer des Hauses der Sohn jenes 1783 ermordeten Soistmann Berend, dessen Fall die Droste zu ihrer Erzählung inspirierte. Regionale Überblicke und vertiefende Ortsstudien zur Geschichte der ländlichen Juden im Hochstift Paderborn, in Lippe und Minden-Ravensberg stellen die Ovenhausener Befunde in einen größeren regionalen Kontext.