Das verstummte Hurra von Kurt Kaeres | Hürtgenwald 1944/45 | ISBN 9783869331683

Das verstummte Hurra

Hürtgenwald 1944/45

von Kurt Kaeres
Buchcover Das verstummte Hurra | Kurt Kaeres | EAN 9783869331683 | ISBN 3-86933-168-2 | ISBN 978-3-86933-168-3
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Das verstummte Hurra

Hürtgenwald 1944/45

von Kurt Kaeres
Dies ist die Geschichte zweier Einheiten, einer deutschen und einer amerikanischen, die durch die Hölle des Hürtgenwaldes gingen – gleichzeitig ist es die Geschichte eines Waldes, in dem das kampfermutigende „Hurra“ verstummte. Die Handlung dieses Buches geht auf die Kämpfe und das Erleben in der Nordeifel, Oktober 1944 bis Februar 1945, zurück. Auf eine Wiedergabe von Ereignissen unter Anlegen präziser kriegshistorischer, strategischer und/oder taktischer Maßstäbe wurde zugunsten der Handlung und der verschiedenen Einzelschicksale verzichtet.
Hürtgenwald, ein Name den amerikanische Soldaten einem sich über 140 Quadratkilometer hinziehenden Waldgebiet, südlich von Aachen, gaben. Die Forste Merode, Wenau, Hürtgen und Roetgen mit dichten, schwer zu durchdringenden Wäldern, unbewaldeten Hügeln, tiefen Taleinschnitten und dünner Besiedlung waren Charakteristika dieses Landstrichs. Sein natürlicher Verteidigungswert wurde durch den 1938/39 errichteten Westwall mit einer Vielzahl von Befestigungen nur noch erhöht. Ausgerechnet dieses für motorisierte Truppen völlig ungeeignete Terrain wählten die Amerikaner im Herbst 1944 für ihren Angriff auf das Reichsgebiet – für die Deutschen eine unerwartete und nicht erklärbare Operation. Waren es anfangs erst drei US-Divisionen, die im September 1944 dort angriffen, so kamen im Hürtgenwald bis zum Abschluss der Kämpfe im Februar 1945 acht weitere amerikanische Divisionen zum Einsatz. Die Verbündeten der Deutschen waren ihr Verteidungswille, das Terrain, die Befestigungen und klimatischen Einfl üsse, vor allem der äußerst harte Winter 1944/1945. Beim Einsatz von 120.000 amerikanischen Soldaten im Hürtgenwald betrugen die Verluste an Gefallenen, Verwundeten, Vermissten und in Gefangenschaft geratenen GIs amerikanischen Angaben zufolge 24.000 Mann. Weitere 9.000 Ausfälle wurden Erfrierungen und anderen Erkrankungen sowie Unfällen zugeschrieben. Deutscherseits kamen etwa 80.000 Soldaten zum Einsatz.