Vermeidung chloridinduzierter Korrosion in Tunnelinnenschalen aus Stahlbeton von Matthias Rudolph | ISBN 9783956066443

Vermeidung chloridinduzierter Korrosion in Tunnelinnenschalen aus Stahlbeton

von Matthias Rudolph und weiteren
Mitwirkende
Autor / AutorinMatthias Rudolph
Autor / AutorinMarko Orgass
Autor / AutorinJana Schneider
Autor / AutorinHeiko Lorenz
Autor / AutorinStephan Reichel
Autor / AutorinJörg Schmidt
Autor / AutorinXin Wang
Buchcover Vermeidung chloridinduzierter Korrosion in Tunnelinnenschalen aus Stahlbeton | Matthias Rudolph | EAN 9783956066443 | ISBN 3-95606-644-8 | ISBN 978-3-95606-644-3

Vermeidung chloridinduzierter Korrosion in Tunnelinnenschalen aus Stahlbeton

von Matthias Rudolph und weiteren
Mitwirkende
Autor / AutorinMatthias Rudolph
Autor / AutorinMarko Orgass
Autor / AutorinJana Schneider
Autor / AutorinHeiko Lorenz
Autor / AutorinStephan Reichel
Autor / AutorinJörg Schmidt
Autor / AutorinXin Wang
B 173: Matthias Rudolph, Marko Orgass, Jana Schneider, Heiko Lorenz, Stephan Reichel, Jörg Schmidt:
Vermeidung chloridinduzierter Korrosion in Tunnelinnenschalen aus Stahlbeton 153 S., 124 Abb., 36 Tab., ISBN 978-3-95606-644-3, 2021
Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollten auf der Basis bekannter Zusammenhänge sowie ergänzend durchzuführender Untersuchungen vor Ort und im Labor Grundlagen zur Abschätzung der Chlorideindringung in Tunnelinnenschalenbeton geschaffen werden. Hierfür standen Fragebögen zu Chloridbelastungen in Straßentunneln zur Verfügung. Im Ergebnis der 2013 initiierten Länderabfrage gingen Rückmeldungen zu insgesamt 53 Bauwerken ein, was etwa 13 % des gesamten Straßentunnelbestandes entspricht. Als ein wesentliches Ergebnis der Länderabfrage ist festzustellen, dass in allen untersuchten Tunneln auch Chloride nachgewiesen wurden. Zum Studium von Materialeigenschaften, die für das Eindringen und die Ausbreitung von Chloriden maßgebend sind, wurden eigene Laborprüfkörper hergestellt. Außerdem wurden Untersuchungen an drei bayrischen Tunnelbauwerken durchgeführt. Zur Untersuchung wurden grundsätzlich in jedem Tunnel mindestens 2 Blöcke ausgewählt. Als Grundlage für die Modellierung der Chlorid-Eindringvorgänge wurde ein semi-probabilistische Ansatz gewählt. Das Ziel der hier ausgeführten Berechnungen bestand nicht in der Dauerhaftigkeitsbemessung neu zu errichtender Bauteile, sondern in der Prognose der weiteren Entwicklung des Chloridgehaltes in einem bestehenden Bauwerk, für das Chloridprofile aus Bauwerksuntersuchungen vorliegen. Im Ergebnis der semi-probabilistischen Modellierung der Chlorid-Eindringvorgänge konnte eine praktikable Prognose für einen wählbaren Zeitraum erstellt werden und mit den auf Basis der experimentell ermittelten Chloridprofile validiert werden. Mit den Erkenntnissen des Forschungsvorhabens bzw. mit der darin beschriebenen Herangehensweise ist es möglich, Bestands-Tunnelbauwerk hinsichtlich der Gefahr einer chloridinduzierten Korrosion zu charakterisieren und eine Prognose für den tiefen- und zeitabhängigen Chloridgehalt im Beton für die geplante (Rest-) Nutzungsdauer abzuschätzen.