Federn lassen von Regina Dürig | Novelle | ISBN 9783990590713

Federn lassen

Novelle

von Regina Dürig
Buchcover Federn lassen | Regina Dürig | EAN 9783990590713 | ISBN 3-99059-071-5 | ISBN 978-3-99059-071-3
»Die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Kinderbuch- und Hörspielautorin beschreibt in dieser Novelle Momente psychischer und körperlicher Übergriffigkeit, die junge Frauen und Mädchen stumm, beschämt und sprachlos zurücklassen.« (Judith Hoffmann, Ö1)
»Hätten wir dieses Buch in der Schule gelesen, wäre mein Leben besser verlaufen. Ich hätte mich weniger allein gefühlt, ich hätte weniger mit mir machen lassen, und vor allem hätte ich mehr Rücksicht auf andere genommen.« (Simona Pfister, Tages-Anzeiger)
»Regina Dürigs Novelle Federn lassen ist ihr erstes Buch für Erwachsene. Es liest sich als ein Beitrag zur #MeToo- Debatte – und sammelt Ungeheuerlichkeiten, die nach wie vor trauriger Alltag vieler sind.« (Clara Gauthey, Bieler Tagblatt)
»„Federn lassen“ ist ein bestechendes literarisches Zeugnis, das neben den vielen Sachbüchern, Manifesten und Pamphleten zum Thema Sexismus und Genderfragen einen eigenständigen Zugang zum Thema eröffnet.« (Alexander Sury, Der Bund)
»Regina Dürig wählt ihre eigene Form, ihre eigene Sprache, reduziert und prägnant. Und das macht sie sehr gekonnt! Wer gern gute Literatur liest, findet mit dieser Novelle eine versteckte Perle.« (Literaturblog Sabine Ibing)

Federn lassen

Novelle

von Regina Dürig
In Regina Dürigs „Federn lassen“ werden jenen Momenten, in denen nichts als Sprachlosigkeit einsetzt, Räume geschaffen. Schweigen, Stille, Starre, Scham herrschen in den kurzen Episoden, in denen sich die Erzählerin rückblickend als ein namenloses Du beobachtet. Wir begleiten jenes Du von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter und werden Zeuge von Grenzüberschreitungen und Übergriffen – physisch wie psychisch.
Wie tief die Spuren sein können, die eine Bemerkung, eine Bedrängung, eine Beschneidung der Handlungsfähigkeit hinterlassen, ist immer mehr Thema in der Gesellschaftspolitik geworden. Sexismus, Mansplaining, patriarchale und hierarchische Strukturen sind weiter an der Tagesordnung. Umso mehr ist „Federn lassen“ ein Buch der Stunde, das all das dokumentiert und gegen all das anschreibt.
Erschreckend nüchtern und ohne die Figur als Opfer auszustellen, erzählt Regina Dürig von bestürzenden Ereignissen und tastet dabei nach Form und Sprache. Interpunktionslos brechen die Zeilen nach wenigen Wörtern um, wodurch Dürigs Prosa einen lyrischen Anklang erhält.