études von Friederike Mayröcker | ISBN 9783518734582
Buchcover études | Friederike Mayröcker | EAN 9783518734582 | ISBN 3-518-73458-X | ISBN 978-3-518-73458-2
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Neue Zürcher Zeitung: Sie komponiert ihr poetisches Prosabuch aus allerlei Ingredienzien, aufblitzenden Bildchen der Wahrnehmung und der Erinnerung, aber auch aus Gelesenem, aus älteren, gestrigen, vorgestrigen Notaten, und macht daraus einen Fleckerlteppich, der im Ensemble des Heterogenen seine eigeneLeuchtkraft entwickelt.

Süddeutsche Zeitung: »Eine präzise und berührende Kalligrafie der Einsamkeit Ist das neue Werk der großen Dichterin Friederike Mayröcker, das sie bescheiden 'études' nennt und das doch so viel mehr enthält als Fingerübungen.«

Der Tagesspiegel: Mayröcker breitet kleinteilige, wieder in sich gebrochene Splitter voller Weisheit und Schönheit vor dem Leser aus. Sie leuchten hinab in die Tiefe des Traums, erhellen den Tag mit berückenden Naturbildern und erotisch aufgeladener Reminiszenz und enthalten auch manch schönen surrealen Unsinn.

DIE ZEIT: Friederike Mayröcker verzaubert, weil sie Sprache und Leben verbindet.

Deutschlandfunk: Eine knifflige Lektüre - belohnt durch mysteriöses Entzücken über dieses lyrisch-prosaische Feuerwerk.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: »Was für eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache: Friederike Mayröcker erweist sich in ihren études als Meisterin des Prosagedichts. ... Bezaubernd an Mayröckers neuen Texten ist die bildpräzise Erinnerungsintensität.«

WDR 3: In hochkonzentrierter, eigensinniger Sprache verfasst, setzt sich die Autorin mit Leben Kunst und Dichtung auseinander. Ein Alterswerk von erstaunlicher Frische.

Deutschlandfunk Kultur: »Berührender als Friederike Mayröckers études kann ein poetischer Text in Zeiten des E-Books kaum beginnen ... Das Geheimnis wilder Improvisation in Mayröckers Poetik zeigt sich als kunstvolle Missachtung jener Hierarchie, in der die Zeichen, Worte und Sätze aufeinander Bezug nehmen. Aus dem scheinbar unkontrolliert Verbundenen ... ergeben sich neue, geräumige Texturen, die von einer radikalen Schwerelosigkeit sind.«

DIE WELT: ... über alle Gattungen hinweg ist ein Werk entstanden, das ebenso ergreifend wie schwer zu fassen ist.

Etüden nennt Friederike Mayröcker ihre prosaischen Gedichte und lyrischen Prosastücke, Studien also, »Fetzchen« auch, wie sie sagt, splitternd, brüchig und aufs höchste konzentriert, die Sprache zugespitzt aufs Wesentliche allein, der Entgrenzung von Raum und Zeit, der Transposition des gelebten Augenblicks in ein ewiges Hier und Jetzt. Allesamt sind es Variationen auf die Vergänglichkeit des Irdischen – ein Motiv, das längst zum beherrschenden im sich unaufhörlich radikalisierenden Alterswerk der Wiener »poeta magica« geworden ist. Übung für Übung wird der Skandal der Endlichkeit des Lebens einem unwiderstehlichen Verwandlungszauber unterzogen, der das beschwerlich Profane in der Losgelöstheit der Poesie zum Verschwinden bringt. Friederike Mayröckers Etüden sind Texte in betörendem Moll, melancholisch, verletzlich, aber voll des Lebens und prall der Abwehr des Todes: »NEIN keinen Tod keine Wandlung kein Verderben kein Hinscheiden kein Abschied kein unisono«. Kompromisslos einzig dem Schreiben verpflichtet zeigt sich die große Dichterin, von unüberbietbarer sprachlicher Kühnheit ist ihre Poesie.