De iustitia. Über die Gerechtigkeit. Teil I von Francisco de Vitoria | ISBN 9783772830303

De iustitia. Über die Gerechtigkeit. Teil I

von Francisco de Vitoria, herausgegeben von Joachim Stüben, Alexander Fidora, Heinz G Justenhoven, Matthias Lutz-Bachmann und Andreas Niederberger, übersetzt von Joachim Stüben
Mitwirkende
Autor / AutorinFrancisco de Vitoria
Herausgegeben vonJoachim Stüben
Einführung vonJoachim Stüben
Übersetzt vonJoachim Stüben
Einführung vonThomas Duve
Herausgegeben vonAlexander Fidora
Herausgegeben vonHeinz G Justenhoven
Herausgegeben vonMatthias Lutz-Bachmann
Herausgegeben vonAndreas Niederberger
Buchcover De iustitia. Über die Gerechtigkeit. Teil I | Francisco de Vitoria | EAN 9783772830303 | ISBN 3-7728-3030-7 | ISBN 978-3-7728-3030-3
Leseprobe

»Die Erschließung der Texte des Vitoria durch Übersetzung erleichtert wesentlich die Reflexion seines Denkens durch ganz unterschiedliche Diziplinen. [...] Die Durchführung der Edition ist als rundum gelungen zu bezeichnen.« Tilman Repgen, Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte
»Die Editionstechnik bei dieser Schrift ist ebenso sachgerecht wie sorgfältig. Eine kenntnisreiche Einleitung von Stüben und ein Überblick über den Forschungsstand, den der Frankfurter Professor für vergleichende Rechtsgeschichte, Thomas Duve, verfaßt hat, runden das Bild einer Edition ab, die wissenschaftsgeschichtlich weiterführend ist und als Verdienst für die Forschung gewertet werden muß. Auf weitere Bände von Francisco de Vitoria darf man gespannt sein.« Dirk Fleischer, Das Historisch-Politische Buch

De iustitia. Über die Gerechtigkeit. Teil I

von Francisco de Vitoria, herausgegeben von Joachim Stüben, Alexander Fidora, Heinz G Justenhoven, Matthias Lutz-Bachmann und Andreas Niederberger, übersetzt von Joachim Stüben
Mitwirkende
Autor / AutorinFrancisco de Vitoria
Herausgegeben vonJoachim Stüben
Einführung vonJoachim Stüben
Übersetzt vonJoachim Stüben
Einführung vonThomas Duve
Herausgegeben vonAlexander Fidora
Herausgegeben vonHeinz G Justenhoven
Herausgegeben vonMatthias Lutz-Bachmann
Herausgegeben vonAndreas Niederberger
Die Vorlesungen, die Francisco de Vitoria († 1546) 1535 über die ersten fünf Fragen des ›Iustitia‹-Traktats aus Thomas von Aquins ›Summe der Theologie‹ hielt, sind Schlüsseldokumente für das Werk des bekannten spanischen Theologen. Behandelt werden die Gerechtigkeit als auf die Mitmenschen ausgerichtete Tugend, die Ungerechtigkeit als deren verwerfliches Gegenteil, das Recht als Grundlage moralischen Handelns, die Rechtsprechung als durch das Recht legitimierte öffentliche Einrichtung und die Erscheinungsformen der Gerechtigkeit als ausgleichende und austeilende Gerechtigkeit. Vitoria interpretiert hochscholastische Texte im Lichte von Fragen, die die Spätscholastik, der Humanismus und die Reformation aufgeworfen haben. Dabei entwickelt er, obwohl in der christlichen Metaphysik-Tradition verwurzelt, im Bereich der Systematik und Phänomenologie des Rechtes zukunftweisende Gedanken, etwa zu der überstaatlichen Ordnungsfunktion des Völkerrechts oder den subjektiven Rechten von Personen. Das macht den zusätzlichen Reiz dieser Texte aus: Sie sind Zeugnisse des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit und dabei nicht nur von historischem Interesse.
The lectures that Francisco de Vitoria (1483/1493–1546) delivered in 1535 in Salamanca, concerning the first five questions of the treatise on justice in Aquinas’s ›Summa Theologica‹ are key documents for understanding the renowned Spanish theologian’s works. The main topics are justice as a virtue directed towards one’s fellow men, as well as its condemnable opposite, injustice, the law as the foundation of moral actions; jurisprudence as a public institution legitimatized by law as well as its manifestations as compensating and distributive justice. Vitoria interprets highly scholastic texts in light of the questions raised by Late Scholasticism, Humanism and Reformation. Despite being firmly rooted in Christian metaphysics, Vitoria, in the realm of systematization and phenomenology of law, develops trendsetting thoughts that are well ahead of his time. For example, he works out the supranational ruling function of the law of nations or the subjective rights of persons. This is what makes these texts appealing: Without being restricted to purely historical interest, they are testimonies of the transition from the Middle Ages to modern times.